In diesem Buch bist Du der Gast eines Selbstexperiments, das die Stärkung meines Selbstwertgefühls als Motiv hatte. Menschen wollen Reichtum und Berühmtheit, um Anerkennung und Liebe zu bekommen. Geld führt aber nicht dorthin. Es ist der einfache Wille, mit Menschen Kontakt aufzunehmen und sich ihnen zu öffnen. Das funktioniert auch ohne einen Euro in der Tasche. Oder gerade dann, denn ohne Geld ist Kreativität gefragt. Und diese ist – richtig eingesetzt – weitaus mächtiger als Geld.

Es ist keine Utopie, innerhalb von 24 Stunden ein ganz neues soziales Umfeld und Selbstbewusstsein aufzubauen. Ich habe es regelmäßig getan. Freitags kam ich zum Beispiel allein in Köln an, am Montag hatte ich fünf neue Kontakte, die sich auf meinen nächsten Besuch freuten. Ob in freundschaftlicher, emotionaler, geschäftlicher oder sexueller Hinsicht. Die Kontakte, die ich auf offener Straße geknüpft hatte, waren grandios. Und coole Leute stellen Menschen gerne ihrem Freundeskreis vor, sodass man innerhalb von wenigen Tagen eine enormes soziales Netzwerk aufbauen kann. Ohne App, ohne Coaching, ohne Geld – einfach nur ich und meine selbstindizierte positive Energie.

Wie reichhaltig die eigene Kontaktliste ist, entscheidet jeder selbst – mit seinem Selbstvertrauen. Vertraut man in sich selbst, so vertrauen auch andere in einen. Durch eine lebendige und zuverlässige Interaktion mit anderen Menschen wird nicht nur die innere Stärke entfesselt und das eigene Selbstvertrauen nachhaltig gestärkt, auch die finanzielle Situation verbessert sich stetig. Erkenne selbst, wie reichhaltig das Leben ist, indem man frei von Selbstzweifeln und Verklemmungen Passanten zu Freunden macht. Allein durch  ernsthaftes Interesse an ihrer Person.

Einsamkeit ist eine Entscheidung, kein Fluch.

Komm mit dem Lesen meines Reports auf einen kurzen Trip durch die Straßen, die für den sozial untrainierten Menschen trist und anonym sind. 3 Monate dauerte mein aktives Selbstexperiment „Pick-Up“ – das eigentlich nie aufhörte, sich jedoch in immer subtilere Formen entwickelte. Mein „Game“ wurde erwachsen. Vermutlich auch deswegen, weil ich nie mit dem primitiven Ziel losgezogen bin, lediglich ein Date nach dem anderen zu ergattern.

“Pick Up” – eine Hommage ans Selbstwertgefühl

Es ging mir um die Erkundung und den Ausbau meiner sozialen Intelligenz. Insbesondere aber darum, mein Selbstvertrauen zu stärken. Immerhin war ich damals 28 Jahre alt, insolvent, ohne Führerschein und in Scheidung. Mit 26 Jahren hatte ich meinen ersten eigenen Handwerksbetrieb gegründet. Wir wuchsen schnell auf bis zu 10 Mitarbeiter an, doch das Wachstum war auch gleichzeitig der Genickbruch, als Bauten nicht rechtzeitig fertig wurden. Ich hatte mich auf die falschen Leute verlassen. Ob geschäftlich oder privat. Hier war nun die Quittung.

Da lag ich nun auf dem alten Sofa meiner leeren Wohnung. Allein, broke und ohne Plan. Aber eines hatte ich nicht verloren: meine Inspiration und meinen Drive, Neues zu wagen. Ich erinnerte mich an das Buch The Game von Neil Strauss. Ich hatte es damals kurz nach der Hochzeit mit der falschen Frau gelesen und mich sofort geärgert, dass ich “Pick Up” nicht vor meiner Ehe in Angriff genommen hatte. Es hätte mein Selbstvertrauen enorm gesteigert und mich vor den naiven Fehlern bewahrt, die mich zu meinem emotionalen Tiefpunkt im Jahr 2015 geführt hatten. Das wiederum ist die Geschichte des bisher unbeworbenen Buches “Brückentanz“.

Orange-farbenes Sofa un ein Kleiderständer mit Anzügen daneben in einer Wohnung vor einem Fenster, in das Sonne scheint als Symbol für den Wendepunkt für ein neues Selbstwertgefühl des Autors
Das orange-farbene Sofa in meiner ansonsten möbelfreien Wohnung – hiermit begann die Reise zu meinem neuen Selbstwertgefühl

Doch rückblickend hat mich diese Erfahrung natürlich erst zu dem gemacht, was ich heute bin. Ziemlich gefragt – nicht nur jetzt, sondern auch für die Zukunft. Aber ohne meine eigene Version von “The Game” hätte ich meine innere Stärke nicht entfesseln können, um von dieser orange-farbenen Couch bis zu diesen Sicherheiten und Werten zu gelangen, die mich heute umgeben. Ja, das Geld liegt auf der Straße, aber nicht in Form von Geld, sondern in Form von Optionen und bereichernden Herausforderungen. Wer nicht rausgeht, wird sie nicht sehen. Die Online-Welt hat natürlich auch ihre Optionen, aber dort sucht jeder und man bleibt einsam. Draußen sind Menschen, ohne die wir kein Glück empfinden können. Menschen, die uns stark machen.

“Happiness is only real, when shared.” – Chris McCandless – Into The Wild

 

Ich bekam mehr Selbstwertgefühl als ich mir wünschen konnte. Während ich das Selbstexperiment „Pick Up“ vollzog und parallel das Buch schrieb, war ich mittellos. Heute muss ich mir nie wieder Sorgen um mein Einkommen machen. Zudem traf ich in dieser Zeit meine heutige Ehefrau (der loyalste Mensch, dem ich je begegnet bin). Damals sprach ich sie durch meine selbstbewusste Routine morgens an einer Ampel an: “Hey, du siehst toll aus!” Seitdem sind wir unzertrennlich. Klar, der Spruch allein ist wohl nicht der Grund unserer Verbundenheit, aber es war ein grandioser Start.

Eine Frauenhand hält das erste gedruckte Exemplar des Buches über die Stärkung des Selbstvertrauens durch Pick Up mit dem Titel "Der Weg des ultimativen Mannes" von Manuel Krämer. Das Cover zeigt die gelbe Silhouette eines Mannes, umgeben von silbernen, weiblichen Silhouetten
Das erste Exemplar des Buches “Der Weg des ultimativen Mannes”

Liebe zum Geld durch mangelndes Selbstbewusstsein

Vor allem machte mich das Wissen aus meinem Selbstexperiment „Pick Up“ immun gegen die toxische Liebe zum Geld. Durch meine neue soziale Intelligenz konnte ich Geld besser denn je einordnen. Geld ist nur ein Werkzeug, um sich selbst und die Welt stetig zu verbessern. Wer es hortet oder damit geizt, ist nicht sozial, sondern ein armer Mensch mit Geld, aber ohne Selbstvertrauen. Ansonsten gäbe es keinen Grund zur Sorge ums Geld. Selbstbewusste Menschen können immer Geld generieren – indem sie integer mit anderen Menschen interagieren.

Was Menschen eigentlich mit Geld kaufen wollen – Anerkennung, Liebe und Selbstbewusstsein -, existiert außerhalb der kapitalistischen Welt. Geldverliebte streben nach einem Gefühl, das man gar nicht kaufen kann. Und das macht sie trotz ihres Geldes sehr einsam. Man kann jedoch jederzeit rausgehen und innerhalb von 60 Minuten ein erfüllter und selbstbewusster Mensch sein, indem man sich nicht zu ernst nimmt und Achtsamkeit, Interesse bzw. Offenheit praktiziert. Dieses Buch ist eine Inspiration zu deiner inneren Stärke.

Selbstvertrauen ist die beste Droge

Ein attraktiver weißer Mann mit Selbstbewusstsein und im schwarzem Hemd lacht in die Kamera
Hier ein Bild von mir, während einer meiner Aufnahmen, in denen ich meine Erfahrungen im “Pick Up” per Kamera festhielt. Das Ziel: Die Angst vor der Blamage besiegen und die eigene Gestik und Körpersprache studieren, um noch selbstbewusster zu werden.

Damals war ich enorm euphorisch bis manisch. Ich fühlte mich wie in einem Schlaraffenland, in dem ich jeden Tag neue Bekanntschaften und Liebschaften schließen konnte. Tatsächlich nahm ich damals ein Alter Ego der Unverfrorenheit an. Heute würde ich mein Buch über „Pick Up“ anders schreiben. Aber heute genieße ich auch dank meiner sozialen Feuertaufe sehr viel mehr Stabilität als damals. Jeder Lebensabschnitt hat seine eigene Sprache. Jene des Buches war meine im Jahr 2016 – und es war die richtige, um mich von meinem alten, destruktiven Ich zu befreien. Wer weiß, vielleicht folgt bald ein weiteres Buch über menschliche Interaktionen – mit der Anekdote „Warum Psychologen die schlimmsten Menschenversteher sind.“

Ach ja, da ich männlich bin, ist das Buch aus Sicht eines Mannes geschrieben worden und der Titel scheint auch an Männer gerichtet zu sein. Tatsächlich haben es jedoch vor allem weibliche Leser sehr gefeiert. Also, liebe Frauen, ihr seid vermutlich mehr Zielgruppe als die Männer, denn ihr bekommt hier einen einmaligen Einblick in den männlichen Struggle mit dem Selbstvertrauen und der Frage: Wie gefalle ich anderen Menschen?

Und ja, am Ende geht es nicht unbedingt um die Interaktion von Geschlechtern, sondern um die Interaktion von Menschen. Wir wollen gehört und verstanden werden. „Pick-Up“ ist wie Geld nur ein Werkzeug dafür. Und wie bei jedem guten Werkzeug ist das Produkt immer abhängig von der Person, die damit arbeitet. Vor allem als Frau mangelt es in jungen Jahren oft an starken Vorbildern, was nicht selten zu einem verkümmerten Selbstwertgefühl führt. Wenn dann noch die Männerwelt unsicher ist und mit Anerkennung gegeizt wird, plagen selbst die attraktivsten und klügsten Frauen Selbstzweifel.

Instagram und das mangelnde Selbstwertgefühl

Instagram ist eine Plattform, wo Männer und Frauen ihren Mangel an Selbstwertgefühl durch Likes kompensieren können. Doch der Preis ist hoch. Abgesehen davon, dass man sich dort zur Ware macht, stellt sich schnell eine Sucht nach “Likes” ein. Werden Erwartungen nicht erfüllt, ist das erste Opfer das eigene Selbstwertgefühl. Auf Instagram stärkt man sein Selbstvertrauen nicht, man macht es noch anfälliger. Niemand wird ständig gefeiert, zumal die Konkurrenz stetig wächst und mit noch mehr Sensation oder nackter Haut daherkommt.

Social Media ist ein Teufelskreis, bei dem nur die Bank bzw. Meta (ehemals Facebook) gewinnt. Instagram und Co. sind Casinos, deren Chips diese kleinen Daumen-Hoch-Klicks bzw. “Likes” sind. Das ist kein salopper Vergleich, sondern Realität. Die Technik von Social Media wurde bewusst wie Spielautomaten aufgebaut. Immer neue Sensationen, sodass man nur schwer davon los kommt und immer mehr will. Wer auf Instagram Selbstvertrauen aufbauen will, der kann auch rauchen, um Stress abzubauen – beides verschlimmert nur das Problem, indem es potenzialreduzierende Abhängigkeit oben drauf setzt.

Eine Dinnerparty mit diversen, ausgelassenen jungen Menschen in einem Restaurant als Ergebnis von einem starken Selbstbewusstsein des Autors
Hier ein Bild von meinem 29. Geburtstag im Dezember 2016. Alle Gäste kannte ich wenige Monate zuvor bzw. vor meiner Mission “Neues Selbstwertgefühl” nicht. Ich habe sie alle durchs Pick Up ab Mai 2016 kennengelernt. Wie man sieht: Pick Up war für mich nie nur auf das Dating von Frauen bezogen. Ich machte auch Männern im Fitnessstudio Komplimente. Daraus wurden Freundschaften.

Tipp: Wer wirklich entspannen will, sollte es stattdessen mal mit meinem Kieferdehner probieren.

Sorge also für ein gesunde, distanzierte Einstellung zur morbiden Scheinwelt der (Anti-)Social Media und erhalte dein nachhaltiges soziales Hochgefühl, indem du mit Menschen in der realen Welt interagierst und deine soziale Intelligenz bewusst ausbaust. Auf der Arbeit und in deiner Freizeit. Ohne Druck, aber mit ernsthafter Regelmäßigkeit. Und wenn du Menschen einfach ein Lob aussprichst, das boostet dich genauso wie den Empfänger des Kompliments – solange du es mit Stil machst.

Schreib mir gerne an [email protected], was du aus meinen Zeilen gewinnen konntest. Darüber würde ich mich sehr freuen – und ich antworte dir auch sicherlich. Denn: Kommunikation ist alles.

“Der Weg des ultimativen Mannes” als Taschenbuch bestellen


Copyright Bilder by Manuel Krämer

People reacted to this story.
Show comments Hide comments
Comments to: Selbstwertgefühl stärken: ohne Coaching, ohne Geld, ohne Freunde

Kommentar verfassen

Um eine technisch einwandfreie Website gewährleisten zu können, verwenden wir Cookies. Wie wir diese Cookies verarbeiten, erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

Kieferdehner back to top